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Mit dieser Wand hat alles begonnen …

Eigentlich begann alles in meinem eigenen Garten.

Ich wollte eine Cortenstahlwand mit Schiefersteinen gestalten. Während ich daran arbeitete, faszinierte mich der Werkstoff Stahl immer mehr. Ich begann mit den Materialresten zu experimentieren – zu hämmern, zu schweißen, zu schleifen und zu fräsen. Ich ließ Stahlplatten den Winter über im Schnee liegen, probierte unterschiedliche Bearbeitungsmethoden aus und war gespannt, wie das Material darauf reagieren würde. Doch die Ergebnisse entsprachen selten meinen Vorstellungen. Vieles funktionierte nicht so, wie ich es mir ausgemalt hatte. Genau das machte den Reiz aus.

Mit einigen Musterplatten und einer langen Liste an Fragen fuhr ich schließlich zu einer Fachmesse für Schweißtechnik. Ich hoffte auf Antworten von den Spezialisten. Stattdessen hörte ich immer wieder, dass das, was ich vorhatte, nicht funktionieren könne. Als ich dann meine Musterplatten zeigte, geschah etwas Unerwartetes: Plötzlich wurde ICH gefragt, wie ich diese Oberflächen geschaffen hatte. Ich fuhr mit weniger Musterplatten, aber mit noch mehr Fragen nach Hause. Gleichzeitig wurde mir klar: Wenn selbst die Fachleute keine Antworten auf das haben, was ich entdeckt hatte, dann sollte ich genau dort weitermachen.

Von diesem Moment an experimentierte ich intensiv mit Stahl – vor allem mit Cortenstahl und Edelstahl. Ich probierte immer neue Bearbeitungsmethoden aus und ließ mich immer wieder von den Reaktionen des Materials überraschen. Jede Oberfläche erzählte ihre eigene Geschichte, jedes Werk war ein neuer Schritt auf einer Reise, deren Ziel ich selbst noch nicht kannte.

Damals dachte ich nicht im Entferntesten daran, meine Arbeiten jemals auszustellen oder gar zu verkaufen. Ich wollte einfach verstehen, was mit diesem Material alles möglich ist. Zwei Menschen aus meinem Umfeld haben mich jedoch immer wieder ermutigt, meinen Weg weiterzugehen und meine Arbeiten zu zeigen. So kam es, dass ich meine erste Ausstellung in der Stadt Salzburg hatte – und sie wurde ein großer Erfolg.

Heute arbeite ich noch immer mit derselben Neugier wie damals. Ich suche nach neuen Möglichkeiten, Stahl zu verändern, Strukturen sichtbar zu machen und Oberflächen entstehen zu lassen.

Ich bin bis heute ein Suchender. Und genau das macht für mich die Kunst aus.

Gartengestaltung
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